Taucher.net-Treffen 9 
in der Schweiz am Zuger-See

Uli Mößlang / Andreas Nowotny

 

Kaum dem See nach unserem Tauchgang entstiegen, drückten uns Wrack-Uli ein Dekobier und Jackie eine Toblerone in die Hand. Dermaßen ausgestattet stand auch für uns dem Ablegen des Brevets nichts mehr im Wege.

Inzwischen waren mit XXL und Frau auch die übrigen Teilnehmer zu uns gestoßen, außerdem gesellte sich Pascal (Blub_CH) zu uns. Als eingefleischter Trimixler waren unser TG für ihn natürlich uninteressant, aber er hatte sich bereit erklärt, sich unserer Flaschen anzunehmen und versorgte uns die nächsten Tage mir bester Schweizer Luft!

Nach einer wohltuenden heißen Dusche waren wir bereit für das Abendessen. Hinterher teilte Ioannis die TNT IX T-Shirts aus. Gestiftet von Armins Dive Team in Phuket waren die Shirts auch mit einem Preisrätsel für die TNT Teilnehmer verbunden. Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen und sehr lustigen Abend in dessen Verlauf wir auch der Serviererin erklärten, wie man ein bayerisches Weißbier vernünftig einschenkt. Natürlich rätselten wir auch an der Preisfrage und tauschten Tauchgeschichten aus. Zum Ausklang präsentierte XXL noch eine DVD mit Bildern vom WV-Treffen von ihm und Tümpi vom Gasometer in Duisburg.

Samstag, 04.10.03 - Tag 2

Vierwaldstätter See

Nach dem Aufstehen ein erster Blick aus dem Fenster - Nieselregen, aber zwischen den wolkenverhangenen Bergen spitzelte die Sonne heraus. Sollte sich das Wetter zu unseren Gunsten bessern? Zuerst einmal aber gab es ein herzhaftes Frühstück, bei dem wir den heutigen Tauchtag planten. Zwei Seen standen auf dem Programm: Vierwaldstätter See und Walensee.


Einweisung zu dem Tauchplatz in der 5 minütigen Regenpause


Ioannis unser harter Weltverbands-Grieche, genoss die kalte Dusche von oben


Blub CH unser Luftversorger und ich ( der seinen Tauchgang mit Uli-Flo in die unergründlichen Tiefen des Sees schon hinter sich hatte ) schauen den Langsamtauchern beim umziehen zu.


Die Funktionäre des Weltverbandes IOUA

Nach dem üblichen Umziehen im Nieselregen ging es zum Mittagessen zurück zum Hotel Baumgarten. Während Ioannis und Jessica die Flaschen zu Pascal brachten, überlegten sich die anderen schon, was sie essen wollten. Am Vortag hatte sich die frisch gemachte Kürbissuppe als sehr lecker herausgestellt und sie wurde auch an diesem Tag der große Renner. Lange Zeit hatten wir nicht, denn der nächste Tauchplatz war ca. 1 Stunde entfernt und wir wollten ja rechtzeitig zum Spezialabendessen zurück sein!

Walensee

Ioannis und Jessica machten sich vor dem Rest auf den Weg, um die gefüllten Flaschen zu holen. Wir anderen fuhren etwas später los, Treffpunkt war der Mc Donald´s in Sihlbrugg, den wir zum Glück ohne Unfall, trotz Computermonitore auf der Fahrbahn, erreichten! Während wir auf die Flaschencrew warteten, beschlossen einige von uns etwas Fastfood zu sich zu nehmen, mussten dies aber abbrechen, als sie feststellten, dass McD sich in der Schweiz auf Slowfood spezialisiert hat und Ioannis und Jessica zu uns gestoßen waren. Dann ging es weiter zum Walensee. Das Wetter warf uns alles an Regen entgegen, was es aufzubieten hatte, aber der TNT-Konvoi fuhr todesmutig mit maximal erlaubter Geschwindigkeit, unter Führung von Jessica und ihrer Rennsemmel, dem Tauchplatz entgegen.

Als wir am Tauchplatz Känzli am Walensee ankamen, belohnte uns Petrus für die schreckliche Fahrt und drosselte die Wolkenwasserabgabe. Als erstes inspizierten wir den Einstieg. Dieser Tauchplatz war Jessicas Idee gewesen und hat als Attraktion 2 Kohlefrachterwracks auf etwas über 30m liegen. Nach dem Anrödeln ging es gemeinsam zum Wasser. Der Einstieg führt über eine rutschige Eisentreppe zu ein paar Steinen knapp unterhalb der Oberfläche, wo man sich halbwegs bequem die Flossen anziehen kann.

Der Grund für das Rudeltauchen war die Lage der Wracks. Ortsunkundige müssen vom Einstieg aus genau nach Norden tauchen, um auf das erste Wrack (über 100m vom Ufer entfernt) zu treffen. Das kostet Luft und verkürzt natürlich rapide die Grundzeit. Könner flosseln raus auf den See, machen eine Kreuzpeilung, dann einen freien Abstieg auf 31m und sind direkt über dem Wrack. Da wir mit Jessica eine solche Könnerin bei uns hatten (und als kleine Übung für die Jura) entschieden wir uns für den freien Abstieg! Tatsächlich - zielsicher landeten wir fast direkt am Wrack. Hätten wir es verfehlt, wir hätten aufgrund der eingeschränkten Sicht nur geringe Chancen gehabt, das Wrack zu finden. Nachdem wir uns das erste Wrack angesehen hatten, folgten wir Jessica noch zum zweiten, das etwas abseits liegt und nur zu finden ist, wenn man den Tauchplatz sehr gut kennt.

Als Wracks machen die beiden Kohlefrachter natürlich nicht extrem viel her, besonders da sie inzwischen ziemlich versandet sind. Trotzdem, Wrack bleibt Wrack und damit natürlich etwas zum Gucken, was nicht nur ein Stein oder eine Muschel ist. Beide Wracks boten auch die Gelegenheit zu üben, wie man sich auf einem Wrack orientiert und wie man verschiedene Wrackteile ihrer Funktion und ursprünglichen Lage im Schiff zuordnet. Apropos Orientierung: Passend zu seiner PADI Lampe (blinkt, wenn die Nullzeit überschritten ist) stellte sich heraus, dass Boris einen PADI Kompass besitzt, der bei Überschreiten der empfohlenen Tiefengrenze von 18m seinen Dienst quittiert.


Unsere Karawane am Wrack-Tauchplatz 


Jackie nimmt das von Tauchtnix erfundene und gestaltete UW-Backgammon mit unter Wasser, und wagt ein Spielchen mit Ioannis.

Schnee auf den Bergen

 


Wrack-Ulis Tauchauto


Das zeichnet die Schweiz aus: Palmen auf dem Schiff am Zuger-See


Unser offizielles Weltverbandsbierauto. 

 

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