|
Kaum dem See nach unserem Tauchgang entstiegen, drückten uns Wrack-Uli
ein Dekobier und Jackie eine Toblerone in die Hand. Dermaßen ausgestattet
stand auch für uns dem Ablegen des Brevets nichts mehr im Wege.
Inzwischen waren mit XXL und Frau auch die übrigen Teilnehmer zu uns
gestoßen, außerdem gesellte sich Pascal (Blub_CH) zu uns. Als
eingefleischter Trimixler waren unser TG für ihn natürlich
uninteressant, aber er hatte sich bereit erklärt, sich unserer Flaschen
anzunehmen und versorgte uns die nächsten Tage mir bester Schweizer Luft!
Nach einer wohltuenden heißen Dusche waren wir bereit für das
Abendessen. Hinterher teilte Ioannis die TNT IX T-Shirts aus. Gestiftet
von Armins Dive Team in Phuket waren die Shirts auch mit einem
Preisrätsel für die TNT Teilnehmer verbunden. Wir verbrachten zusammen
einen gemütlichen und sehr lustigen Abend in dessen Verlauf wir auch der
Serviererin erklärten, wie man ein bayerisches Weißbier vernünftig
einschenkt. Natürlich rätselten wir auch an der Preisfrage und tauschten
Tauchgeschichten aus. Zum Ausklang präsentierte XXL noch eine DVD mit
Bildern vom WV-Treffen von ihm und Tümpi vom Gasometer in Duisburg.
Samstag, 04.10.03 - Tag 2
Vierwaldstätter See
Nach dem Aufstehen ein erster Blick aus dem Fenster - Nieselregen, aber
zwischen den wolkenverhangenen Bergen spitzelte die Sonne heraus. Sollte
sich das Wetter zu unseren Gunsten bessern? Zuerst einmal aber gab es ein
herzhaftes Frühstück, bei dem wir den heutigen Tauchtag planten. Zwei
Seen standen auf dem Programm: Vierwaldstätter See und Walensee.

Einweisung zu dem Tauchplatz in der 5 minütigen Regenpause

Ioannis unser harter Weltverbands-Grieche, genoss die kalte Dusche von
oben

Blub CH unser Luftversorger und ich ( der seinen Tauchgang mit Uli-Flo in
die unergründlichen Tiefen des Sees schon hinter sich hatte ) schauen den
Langsamtauchern beim umziehen zu.

Die Funktionäre des Weltverbandes IOUA
Nach dem üblichen Umziehen im Nieselregen ging es zum Mittagessen zurück
zum Hotel Baumgarten. Während Ioannis und Jessica die Flaschen zu Pascal
brachten, überlegten sich die anderen schon, was sie essen wollten. Am
Vortag hatte sich die frisch gemachte Kürbissuppe als sehr lecker
herausgestellt und sie wurde auch an diesem Tag der große Renner. Lange
Zeit hatten wir nicht, denn der nächste Tauchplatz war ca. 1 Stunde
entfernt und wir wollten ja rechtzeitig zum Spezialabendessen zurück
sein!

Walensee
Ioannis und Jessica machten sich vor dem Rest auf den Weg, um die gefüllten
Flaschen zu holen. Wir anderen fuhren etwas später los, Treffpunkt war
der Mc Donald´s in Sihlbrugg, den wir zum Glück ohne Unfall, trotz
Computermonitore auf der Fahrbahn, erreichten! Während wir auf die
Flaschencrew warteten, beschlossen einige von uns etwas Fastfood zu sich
zu nehmen, mussten dies aber abbrechen, als sie feststellten, dass McD
sich in der Schweiz auf Slowfood spezialisiert hat und Ioannis und Jessica
zu uns gestoßen waren. Dann ging es weiter zum Walensee. Das Wetter warf
uns alles an Regen entgegen, was es aufzubieten hatte, aber der TNT-Konvoi
fuhr todesmutig mit maximal erlaubter Geschwindigkeit, unter Führung von
Jessica und ihrer Rennsemmel, dem Tauchplatz
entgegen.
Als wir am Tauchplatz Känzli am Walensee ankamen, belohnte uns Petrus
für die schreckliche Fahrt und drosselte die Wolkenwasserabgabe. Als
erstes inspizierten wir den Einstieg. Dieser Tauchplatz war Jessicas Idee
gewesen und hat als Attraktion 2 Kohlefrachterwracks auf etwas über 30m
liegen. Nach dem Anrödeln ging es gemeinsam zum Wasser. Der Einstieg führt
über eine rutschige Eisentreppe zu ein paar Steinen knapp unterhalb der
Oberfläche, wo man sich halbwegs bequem die Flossen anziehen kann.
Der Grund für das Rudeltauchen war die Lage der Wracks. Ortsunkundige
müssen vom Einstieg aus genau nach Norden tauchen, um auf das erste Wrack
(über 100m vom Ufer entfernt) zu treffen. Das kostet Luft und verkürzt
natürlich rapide die Grundzeit. Könner flosseln raus auf den See, machen
eine Kreuzpeilung, dann einen freien Abstieg auf 31m und sind
direkt über dem Wrack. Da wir mit Jessica eine solche Könnerin bei uns
hatten (und als kleine Übung für die Jura) entschieden wir uns für den
freien Abstieg! Tatsächlich - zielsicher landeten wir fast direkt am
Wrack. Hätten wir es verfehlt, wir hätten aufgrund der eingeschränkten
Sicht nur geringe Chancen gehabt, das Wrack zu finden. Nachdem wir uns das
erste Wrack angesehen hatten, folgten wir Jessica noch zum zweiten, das
etwas abseits liegt und nur zu finden ist, wenn man den Tauchplatz sehr
gut kennt.
Als Wracks machen die beiden Kohlefrachter natürlich nicht extrem viel
her, besonders da sie inzwischen ziemlich versandet sind. Trotzdem, Wrack
bleibt Wrack und damit natürlich etwas zum Gucken, was nicht nur ein
Stein oder eine Muschel ist. Beide Wracks boten auch die Gelegenheit zu üben,
wie man sich auf einem Wrack orientiert und wie man verschiedene
Wrackteile ihrer Funktion und ursprünglichen Lage im Schiff zuordnet.
Apropos Orientierung: Passend zu seiner PADI Lampe (blinkt, wenn die
Nullzeit überschritten ist) stellte sich heraus, dass Boris einen PADI
Kompass besitzt, der bei Überschreiten der empfohlenen Tiefengrenze von
18m seinen Dienst quittiert.

Unsere Karawane am Wrack-Tauchplatz

Jackie nimmt das von Tauchtnix erfundene und gestaltete UW-Backgammon mit
unter Wasser, und wagt ein Spielchen mit Ioannis.
Schnee auf den Bergen

Wrack-Ulis Tauchauto

Das zeichnet die Schweiz aus: Palmen auf dem Schiff am Zuger-See
Unser offizielles Weltverbandsbierauto.
|