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Sonntag früh, wie immer Ernst bei der Sache.

Tauchtnix mit seinem von ihm erfundenen und gebastelten UW-Backgammon
Sonntag, 04.10.03 - Tag 3
Zuger See
7.15 Uhr: Alle Taucher schlafen. Alle? Nein! Ein kleines unbeugsames
Tauchteam beschließt, dem Wetter Widerstand zu leisten und noch vor dem
Frühstück einen TG vor dem Hotel zu machen. Als allererstes geht das BTA
in den Trockenraum um sich dort den mollig warmen Unterzieher und, ohne
nass zu werden, den Trocki anzuziehen.
So gegen die Natur geschützt geht es zurück zum Auto, um das
restliche Zeug aufzurödeln. Dabei fällt ein Blick auf den Berg am
anderen Seeufer. Verwundert reibt sich das BTA die Augen. Tiefenrausch über
Wasser? Oder kann da wirklich Schnee liegen? Mal sehen ob der nach dem TG
auch noch da ist!
Leise an den Wohnmobilen von Ioannis und Tümpi & Mann vorbei und
dann ins Wasser. Das ganze äußerst konspirativ, denn dummerweise liegt
die Taucherflagge im Kofferraum von Jessicas Rennsemmel und Jessica noch
im Bett. Beim diesem dritten TG schaffte es das BTA endlich die Steilwand
dieses Tauchplatzes zu finden - zumindest stellen sie das nachher fest,
denn während des TG präsentierte sich die Steilwand als nicht besonders
steil. Ansonsten ein netter TG ohne besondere Vorkommnisse - auch die
Fische im Flachbereich waren nicht dazu angetan, in Begeisterungsstürme
auszubrechen. Das Erste was wir nach dem Auftauchen sahen war eine
Taucherflagge, die andere Taucher netterweise sofort nach ihrer Ankunft
aufstellten, als sie sahen, dass wir ohne unterwegs waren. Kaum aus dem
Wasser wurden wir von Ioannis, Tümpi Jessica und Jackie mit den Worten
"Habt Ihr den Schnee gesehen?" empfangen. Also doch kein
Tiefenrausch!
Als wir gerade beim Abrödeln waren und schon bitterlich froren kam
Pascal mit unseren Flaschen - in kurzen Hosen! Er zog allerdings auch den
warmen Frühstückstisch der Kälte draußen vor und bestellte sich sofort
einen Kaffee. Beim Frühstück waren dann noch einmal alle festen
TNT-Teilnehmer versammelt. Anschließend hieß es dann schon von allen
Nichttauchern Abschied nehmen, denn Tümpi, XXl und ihre Partner kamen
nicht nach Bottighofen zur Jura mit. Die Taucher checkten Ihre Flaschen,
die Pascal wieder wirklich super gefüllt hatte und packten die Autos.
Dabei fand sich noch die eine oder andere Flasche Bier (außer
Schwabenbier), die schnell
Abnehmer fanden. Dann ein letzter Blick auf den Zuger See, ein Abschied
von Pascal und die Jura-Autokaravane setzte sich in Bewegung.
Die Jura
Nach dem Autorennen des Vortages waren alle verblüfft, dass wirklich
alle Autos zusammenblieben, selbst durch Zürich durch. Erster Stopp war
die Autobahnraststätte Kemptthal, wo wir auf einen Tagesteilnehmer
warteten. Während der Aufwärmpause erfolgte dann auch die offizielle
Ziehung der von Armins Tauchteam gestifteten Preise geleitet von Ioannis
der die Rechtmäßigkeit der Ziehung überwachte:
Der erste Preis, eine zweitägige Fahrt zu den Similan Islands
inklusive 4 TG ging an Boris. Den zweiten Preis, eine Tagestour zu den
Similan Islands mit 2 TG, zog Birgit und Jessica sicherte sich den 3.
Preis, eine Ausfahrt von Phuket aus mit 2 TG!
Nachdem noch ein TNT Tagesgast zu uns gestoßen war, machten wir uns
auf den restlichen Weg zum Bodensee. Sah das Wetter bisher eigentlich ganz
positiv aus, so verdüsterte sich der Himmel mit jedem Kilometer, den wir
näher an den Bodensee kamen. Als wir auf der Höhe von Konstanz vorbei
fuhren, goss es wieder aus allen Kübeln. Endlich am Parkplatz in
Bottighofen angekommen, stellte sich den Trockentauchern die Frage, wie
man denn trocken in seinen Trocki reinkommen sollte. Einige verrenkten
sich im Fahrersitz, andere nahmen etwas Nässe in Kauf und die ganz
schlauen gingen zu Ioannis und zogen sich in seinem Camper um. Während
des Umziehens kam der Skipper des Bootes zum Kassieren und zum Stempeln
des Logbuchs. Eingehüllt in gelbes Ölzeug blieb er mit Sicherheit von
uns allen der trockenste. Fertig angerödelt machten wir uns auf den Weg
zum Boot. Ich kämpfte derweil mit meinem Computer. Nach dem letzten TG am
Morgen wollte ich ihn auf Nitrox umstellen, wozu er sich aber nicht
bewegen ließ. Da ich aber an der Jura mit EAN 32 tauchte, wollte ich
ungern die Luftdeko absitzen, in die mich der Vyper sicher schmeißen würde.
Aber egal was ich machte, er ließ sich nicht dazu bewegen, den Luftmodus
zu verlassen.
Das Boot das uns zur Jura brachte, war ein kleines Aluminiumboot mit
Platz für gerade 12 Taucher. Während das Boot, durch den Wellengang wild
schaukelnd, seinen Weg zur Jura machte und uns der Regen ins Gesicht
peitschte, hielt der Skipper ein Briefing ab. Abgesehen von den Kopfhauben
und dem Wind erschwerte sein starkes Schwyzerdeutsch das Verständnis. Die
wichtigsten Punkte aber kamen an: Maximale Grundzeit 18min, Jura ist ein
historisch wichtiges Wrack, sehr zerbrechlich, also Abstand halten und man
dürfe an der Jura nicht ankern - sähen wir einen Anker, der die
Schiffsreling verletzt, sollten wir ihn kappen! Als wir die vom Skipper
gesetzte Boje, in deren Nähe noch ein anderes Schiff vor Anker lag,
erreichten, setzten wir unsere Masken auf, nahmen die Regler in den Mund,
knieten auf die Sitzbänke und ließen uns vornüber ins Wasser plumpsen.
An der Wasseroberfläche sammelten sich die verschiedenen Teams, dann ging
es am Bojenseil entlang in die Tiefe. Wir merkten schnell, dass eine beträchtliche
Strömung herrschte und waren um die Leine froh, denn an einen freien
Abstieg wäre bei den Wetterbedingungen nicht zu denken gewesen.
Leider immer noch ohne dem Sucher fürs Weitwinkel.








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