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Die Schweiz: In der Sonne glitzernde Seen, malerisch
umrandet von Bergen mit schneebedeckten Wipfeln. Glückliche Kühe, mit
wohlklingenden Glocken behängt, grasen gemütlich auf den Almen, um für
uns die Milch für die Schokolade zu produzieren. Rotglühende Felsen in
der Abendsonne, die sich in den Seen spiegeln, während zufriedene Taucher
ein Fondue genießen. Dazu fröhliche Hirten, die uns zum Einschlafen ein
Lied auf dem Alphorn blasen. Am nächsten Morgen geweckt vom Zirpen der Vögel
und dem einfallenden warmen Licht der Morgensonne...
Soweit unsere Vorstellung vom IX Taucher.net-Treffen in der Schweiz!
Um es mit dem Seewirt in "Asterix bei den Schweizern" zu
sagen: Kuckuck!!
Aber lasst uns am Anfange beginnen: Kurz nach dem letzten TNT auf der
"Artur Becker" (Ostsee) wurde im Forum "Diverses" der
Thread zur Wahl des nächsten Austragungsorts eröffnet. Als Gegengewicht
zum Norden des letzten Treffens kristallisierte sich schnell die Schweiz
als Favorit heraus. Neben den tollen Seen in schöner Landschaft lag das
auch an der Tatsache, dass es in der Schweiz generell sehr einfach ist,
Tauchen zu gehen: Man kann überall, wo es nicht ausdrücklich verboten
ist (oder wenn der See in Privatbesitz ist), ins Wasser springen. Einzige
Bedingung ist, am Ufer eine ausreichend große (d.h. gut sichtbare)
Alphaflagge zu setzen. Ohne Flagge zu tauchen kostet richtig Geld (je nach
Kanton bis zu SFR 300,-).
Als Jessica dann zusagte, zusammen mit Jackie, der "Weltverbandstobleroneverteilerin",
das Treffen zu organisieren, war alles gebongt. Womit wir bei einer
Besonderheit dieses Treffens wären: Da die meisten Teilnehmer dem
Weltverband IOUA http://www.ioua.de angehören, wurde flugs ein gemischtes
Taucher.Net/Weltverbandstreffen ausgerufen, mit der Möglichkeit viele
neue interessante Brevets zu kreieren.
Da diesmal der 3.Oktober auf einen Freitag fiel und es keinen Brückentag
gab, beschlossen die meisten Teilnehmer am Freitag in der Nacht
loszufahren, um möglichst früh in Immensee am Zuger See zu sein. Bei
Abfahrt um 5.00 Uhr erwartete mich ein sternenklarer Himmel und auch als
die Sonne aufging, war der Himmel relativ wolkenlos. Das änderte sich
sobald wir in der Schweiz waren und kurz hinter dem Walensee fing es
richtig zu regnen an.

Freitag, 03.10.03 - Tag 1
Zuger See
Als die Augsburger Fraktion gegen 9.00 am Seehotel Baumgarten eintraf,
war das Wetter nicht besser - dunkle Wolken hingen über dem See und
versperrten die Aussicht auf die Berge. Mein Buddy Boris, seine Freundin
Birgit und ich gingen erst einmal in das Hotel um mit Wrack-Uli samt
Familie, Tümpeltaucherin und Ioannis zu frühstücken. Nach und nach
trafen dann die übrigen Teilnehmer ein und wir waren bereit, tauchen zu
gehen. Nur eine fehlte noch: Jessica hatte mit ihrer Rennsemmel eine
Reifenpanne und durfte deshalb schon im Morgengrauen im strömenden Regen
Reifen wechseln (wenn da einem nicht der morgen graut...). Kein Wunder,
dass sie erst einmal nicht in Tauchlaune war. Trotzdem hatte sich das
Warten gelohnt, denn sie brachte das wichtigste Utensil des Wochenendes
mit: die Taucherflagge!

Da waren noch alle zusammen.
Verstärkt durch Uli-Flo machte sich das Buddyteam Augsburg daran den
See zu erkunden, nachdem sie durch geschicktes Hakenschlagen Wrack-Uli
alleine in die trüben Fluten schickten. Dank seinem Solotauchbrevet vom
Weltverband IOUA war das aber kein Problem. Erster Eindruck: Sicht unter 10m nicht wirklich gut, auf
11m eine fiese Sprungschicht und insgesamt dunkel und kalt. Hauptsächlich
sieht man weiter unten den Sandgrund, der bei schlechter Tarierung
blitzartig für Nullsicht sorgt und ein paar Steine. Ab 30m waren die
vielen Aalrutten die Hauptattraktion. Gut getarnt lagen sie im Sand und flüchteten,
sobald Lichtschein auf sie fiel. Mich erinnerten sie an eine
Ammenhei-Taschenausgabe, dabei handelt es sich bei den auch (Aal)Quappen
genannten Fischen um die einzige Art von Süßwasserdorschen. Beim
Sicherheitsstopp kommt dann auch zum ersten Mal Boris Trinkbeutel zum
Einsatz, das Tauchzubehör, das bei allen Tauchplätzen für Aufsehen und
während der Stopps für Flüssigkeit sorgte.

Seehotel Baumgarten

Nach dem TG hieß es, sich schnell umziehen, denn eigentlich hatte die
Küche nur bis 14.00 Uhr auf. Aber sie hatten ein Erbarmen mit uns, so
dass wir uns mit leckerer Kürbissuppe und Schnitzelplatte wieder aufwärmen
konnten.

Beim Essen und anschließendem gemütlichen Zusammensein in der
regengeschützten Laube vor dem Hotel zeigte sich schnell wieder, was die
TNT so besonders macht: Lauter verschiedene Leute, die sich zum größten
Teil nicht kennen und doch gleich super verstehen. Beim gemütlichen
Plausch wurden dann auch die ersten Dekobiere gezückt. Nur das Buddy Team
Augsburg (BTA) beschloss, ganz nach der Devise "Tauchen statt
saufen", sich noch einmal in die Fluten zu stürzen. Die anderen
Teilnehmer entschieden sich derweil das
Weltverbands-Tobleroneabknickbrevet abzulegen, was auch mit Erfolg
geschah.

Die roten Teppiche für unser Treffen wurden extra im See gewaschen.

Jackie, die Erfinderin des Tobleroneabknickbrevet

Birgit, Jackie, Tümpi und Angie
Unsere nichttauchenden Damen legen schon mal das Deko-Bierbrevet ab.
Angeblich nur ein Test ob es uns nicht schadet.
Das
Trinken war ein Teil unseres Biertauschbrevets, von dem jeder etwas aus
seiner Region mitbrachte. Eigenartig nur, dass die Flaschen vom Augsburger
Team (Schwaben) nicht auftauchten und zum Genuss freigegeben wurden. |