Taucher.net-Treffen 9 
in der Schweiz am Zuger-See

Uli Mößlang / Andreas Nowotny

 

Die Schweiz: In der Sonne glitzernde Seen, malerisch umrandet von Bergen mit schneebedeckten Wipfeln. Glückliche Kühe, mit wohlklingenden Glocken behängt, grasen gemütlich auf den Almen, um für uns die Milch für die Schokolade zu produzieren. Rotglühende Felsen in der Abendsonne, die sich in den Seen spiegeln, während zufriedene Taucher ein Fondue genießen. Dazu fröhliche Hirten, die uns zum Einschlafen ein Lied auf dem Alphorn blasen. Am nächsten Morgen geweckt vom Zirpen der Vögel und dem einfallenden warmen Licht der Morgensonne...

Soweit unsere Vorstellung vom IX Taucher.net-Treffen in der Schweiz!

Um es mit dem Seewirt in "Asterix bei den Schweizern" zu sagen: Kuckuck!!

Aber lasst uns am Anfange beginnen: Kurz nach dem letzten TNT auf der "Artur Becker" (Ostsee) wurde im Forum "Diverses" der Thread zur Wahl des nächsten Austragungsorts eröffnet. Als Gegengewicht zum Norden des letzten Treffens kristallisierte sich schnell die Schweiz als Favorit heraus. Neben den tollen Seen in schöner Landschaft lag das auch an der Tatsache, dass es in der Schweiz generell sehr einfach ist, Tauchen zu gehen: Man kann überall, wo es nicht ausdrücklich verboten ist (oder wenn der See in Privatbesitz ist), ins Wasser springen. Einzige Bedingung ist, am Ufer eine ausreichend große (d.h. gut sichtbare) Alphaflagge zu setzen. Ohne Flagge zu tauchen kostet richtig Geld (je nach Kanton bis zu SFR 300,-).

Als Jessica dann zusagte, zusammen mit Jackie, der "Weltverbandstobleroneverteilerin", das Treffen zu organisieren, war alles gebongt. Womit wir bei einer Besonderheit dieses Treffens wären: Da die meisten Teilnehmer dem Weltverband IOUA http://www.ioua.de angehören, wurde flugs ein gemischtes Taucher.Net/Weltverbandstreffen ausgerufen, mit der Möglichkeit viele neue interessante Brevets zu kreieren.

Da diesmal der 3.Oktober auf einen Freitag fiel und es keinen Brückentag gab, beschlossen die meisten Teilnehmer am Freitag in der Nacht loszufahren, um möglichst früh in Immensee am Zuger See zu sein. Bei Abfahrt um 5.00 Uhr erwartete mich ein sternenklarer Himmel und auch als die Sonne aufging, war der Himmel relativ wolkenlos. Das änderte sich sobald wir in der Schweiz waren und kurz hinter dem Walensee fing es richtig zu regnen an.

Freitag, 03.10.03 - Tag 1

Zuger See

Als die Augsburger Fraktion gegen 9.00 am Seehotel Baumgarten eintraf, war das Wetter nicht besser - dunkle Wolken hingen über dem See und versperrten die Aussicht auf die Berge. Mein Buddy Boris, seine Freundin Birgit und ich gingen erst einmal in das Hotel um mit Wrack-Uli samt Familie, Tümpeltaucherin und Ioannis zu frühstücken. Nach und nach trafen dann die übrigen Teilnehmer ein und wir waren bereit, tauchen zu gehen. Nur eine fehlte noch: Jessica hatte mit ihrer Rennsemmel eine Reifenpanne und durfte deshalb schon im Morgengrauen im strömenden Regen Reifen wechseln (wenn da einem nicht der morgen graut...). Kein Wunder, dass sie erst einmal nicht in Tauchlaune war. Trotzdem hatte sich das Warten gelohnt, denn sie brachte das wichtigste Utensil des Wochenendes mit: die Taucherflagge!


Da waren noch alle zusammen.

Verstärkt durch Uli-Flo machte sich das Buddyteam Augsburg daran den See zu erkunden, nachdem sie durch geschicktes Hakenschlagen Wrack-Uli alleine in die trüben Fluten schickten. Dank seinem Solotauchbrevet vom Weltverband IOUA war das aber kein Problem. Erster Eindruck: Sicht unter 10m nicht wirklich gut, auf 11m eine fiese Sprungschicht und insgesamt dunkel und kalt. Hauptsächlich sieht man weiter unten den Sandgrund, der bei schlechter Tarierung blitzartig für Nullsicht sorgt und ein paar Steine. Ab 30m waren die vielen Aalrutten die Hauptattraktion. Gut getarnt lagen sie im Sand und flüchteten, sobald Lichtschein auf sie fiel. Mich erinnerten sie an eine Ammenhei-Taschenausgabe, dabei handelt es sich bei den auch (Aal)Quappen genannten Fischen um die einzige Art von Süßwasserdorschen. Beim Sicherheitsstopp kommt dann auch zum ersten Mal Boris Trinkbeutel zum Einsatz, das Tauchzubehör, das bei allen Tauchplätzen für Aufsehen und während der Stopps für Flüssigkeit sorgte.

Seehotel Baumgarten

Nach dem TG hieß es, sich schnell umziehen, denn eigentlich hatte die Küche nur bis 14.00 Uhr auf. Aber sie hatten ein Erbarmen mit uns, so dass wir uns mit leckerer Kürbissuppe und Schnitzelplatte wieder aufwärmen konnten. 

Beim Essen und anschließendem gemütlichen Zusammensein in der regengeschützten Laube vor dem Hotel zeigte sich schnell wieder, was die TNT so besonders macht: Lauter verschiedene Leute, die sich zum größten Teil nicht kennen und doch gleich super verstehen. Beim gemütlichen Plausch wurden dann auch die ersten Dekobiere gezückt. Nur das Buddy Team Augsburg (BTA) beschloss, ganz nach der Devise "Tauchen statt saufen", sich noch einmal in die Fluten zu stürzen. Die anderen Teilnehmer entschieden sich derweil das Weltverbands-Tobleroneabknickbrevet abzulegen, was auch mit Erfolg geschah.


Die roten Teppiche für unser Treffen wurden extra im See gewaschen.


 Jackie, die Erfinderin des Tobleroneabknickbrevet


Birgit, Jackie, Tümpi und Angie
Unsere nichttauchenden Damen legen schon mal das Deko-Bierbrevet ab.
Angeblich nur ein Test ob es uns nicht schadet.

Das Trinken war ein Teil unseres Biertauschbrevets, von dem jeder etwas aus seiner Region mitbrachte. Eigenartig nur, dass die Flaschen vom Augsburger Team (Schwaben)  nicht auftauchten und zum Genuss freigegeben wurden.

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