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Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist
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Widerrufsbelehrung
Sicher hat jeder Taucher in der Ausbildung gehört, dass nicht aus den
Tarierwesten geatmet werden soll, da sich häufig Pilze der Gattung
Aspergillus darin ansiedeln. Die Mundstücke der Lungenautomaten und 2.
Stufen sind nach jedem Tauchgang abzuwischen und trocken zu lagern,
damit sich Verpilzungen erst gar nicht entwickeln können.

Stark verschmutzte Plangläser aus einer Tauchmaske. Da sich die
Gläser in einer schwarzen Maske befanden war die Verschmutzung nicht
sichtbar.
An die Verunreinigung von Tauchmasken mit Pilzen wird kaum ein
Gedanke verschwendet.
Das Silikonmaterial (auch das Schwarze) von Tauchmasken ist meist in
seiner Materialstruktur sehr offenporig. Darin können sich die feinen
Pilzfäden, die sich hauptsächlich im Süßwasser befinden, extrem gut
festsetzen und ausblühen. Sie sind fast nicht mehr herauszulösen und zu
zerstören. Nicht zu verwechseln mit einer Verfärbung des durchsichtigen
Silikonmaterials, wenn es mit Gummi, wie mit den Schläuchen des Atemgeräts, in Berührung kommt.
Über den Weg durch die Nase können, wie auch über die 2. Stufe,
die Pilzsporen aus den Tauchmasken in die Lunge gelangen und
Erkrankungen in der Lunge sowie Allergien und Hauterkrankungen
hervorrufen. Die Hautausschläge können in der Sonne durch den hohen
UV-Anteil am Meer noch verstärkt werden.
Daher sollten die Tauchmasken nie nass in der
Transportbox gelagert werden. Sie dient wie der Name schon sagt, nur zum
Transport und nicht zur Aufbewahrung. Auch wenn die Box kleine
Lüftungslöcher besitzt, ist sie wie ein Brutofen für die
Krankheitserreger in dem feuchten Milieu. Dazu lagern sich an der
Oberfläche der Gläser Mineralsalze und Kalk ab und bringen die
tetemperten Planscheiben der Masken zum Oxidieren. Die Oxidation kann im
Gegensatz zu der Verkalkung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die
beste Aufbewahrung ist in einem kleinen Plastiknetz an einem luftigen
Ort.

Diese Masken verbringen einen Teil ihres Daseins auf dem Grund der
Transportbox, der ideale Nährboden für Pilzkulturen.
Die Süßwasserbecken der Tauchbasen zum Ausspülen
der Tauchanzüge sind meist, wenn sie nicht des Öfteren am Tage entleert,
gereinigt und in den warmen Gefilden entsprechend desinfiziert werden,
wahre Keimzuchtbecken. Oft ist das Süßwasser in den oberirdisch
gelegenen Leitungen durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und mit
Legionellen verseucht. In diesen mikropischen Biotop haben die
Tauchmasken und die Atemgeräte nichts zu suchen, sie sollten mit
Trinkwasser aus einer verschlossenen Wasserflasche abgespült und
getrocknet werden.
Alle paar Wochen sollte mit Essig die Maske
ausgewischt werden, um die Kalkablagerungen zu entfernen und Keime
abzutöten. Praktisch ist auch eine Behandlung mit Kontaktlinsenlösung
die auf einer Peroxyd-Basis aufbaut.
Nach einem Tauchurlaub am
Meer ist es angeraten, die Plangläser aus dem Maskenkörper zu nehmen um
Sand- und Korallenkörner zu entfernen die durch ihre Form zwischen die
Dichtlippen und den Gläsern gedrungen sind und zur Undichtigkeit führen
können. Die Sprengringe sind nach langem Gebrauch und der UV-Belastung
oft spröde und gehen bei der Demontage zu Bruch. Daher ist diese
Reinigung erst wieder zu Hause angeraten, wenn eine längere Pause
ansteht um gegebenenfalls Ersatzteile beschaffen zu können.
Auf keinen Fall die komplette Maske in den
Geschirrspüler zur Reinigung legen. Der farbige Rand der Maske verträgt
die hohe Temperatur und den aggressiven Reiniger nicht und wird spröde.
So bricht an den Kerben in denen der Sprengring einhakt als erstes weg
und die Maske ist nicht mehr zu gebrauchen.
Dagegen kann man den Silikonkörper der zerlegten Maske getrost in den
Geschirrspüler, eingestellt auf niedrige Temperatur, legen.


Nicht nur der Rand an der Kerbe fängt an zu brechen, auch ein Sprung
fängt an den Maskenrand zu durchbrechen.

Links ist er bereits völlig abgesprungen.
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