billige Fertiggläser oder Industriegläser

die Billigvariante für Tauchbrillen,
Fluch oder Segen?

Mancher Taucher oder Schnorchler erliegt der billigen Versuchung, seine Tauchmaske mit den Fertigprodukten der Tauchmaskenhändler auf seine ungefähre Gläserstärke zu pimpen.

Klar spricht der etwas billigere Preis für die einfache Versorgung, mit der Vorgabe für den Urlaub ist es schon ausreichend.
Das ist ein teilweise lebensgefährlicher Trugschluss. Nicht, dass die Gläserstärke nicht der tatsächlichen Brillenglasstärke entspricht und immer nur eine Annäherung ist, die nicht auf den Cyl und Achse  Rücksicht nimmt sondern auch auf den Augenabstand, der schon bei einer Abweichung von wenigen zehntel Millimeter zu Beschwerden,  Kopfschmerzen und Übelsein, führen kann, die zu lebensbedrohlichen Situationen ausarten können.

Ein Beispiel möchte ich hier anführen:
Eine Atomic Subframe Maske wurde mir für eine Begutachtung vorgelegt, da bei den Tauchgängen immer Schwindelgefühle auftraten.

Bei den Gläsern handelte es sich um fertige Industrieprodukte die von einem Tauchshopbetreiber eingesetzt wurden.
Natürlich entsprach der sphärische Wert nicht den tatsächlichen Erfordernissen, auch ist der cyl nicht korrigiert worden, was auch nicht möglich ist. Das allerschlimmste kam zu Tage als ich als Sachverständiger die optischen Mittelpunkte der Industriegläser bestimmt habe. Die Messung ergab einen Augenabstand von 78mm zu dem des Kunden von 62mm.
Die Differenz waren also 16mm bei einer Gläserstärke von - 5.00 dpt.


Das Prisma das durch die Fehlzentrierung entsteht beträgt 8 Prismen.
Klingt nicht viel, ist es aber. Für normale Fernbrillen betragen die zulässigen Toleranzen 0,5 Prismen.


Look Maske mit Fertiggläsern



gravierender Unterschied zum wirklichen Augenabstand
Doppelbilder sind vorprogrammiert


gravierender Unterschied zum wirklichen Augenabstand
Doppelbilder sind vorprogrammiert

Der Verkauf solcher Gläser grenzt schon an vorsätzlicher Körperverletzung
da muss man sich nicht wundern, wenn einem ein Tiefenrausch vorgegaukelt wird.



Neben den
asthenopische* Beschwerden die bei einem Tauchgang oder sogar beim Schnorcheln auftreten können und kein entspanntes Vergnügen ermöglichen, ist das Auseinanderreißen der Bilder. So entstehen Doppelbilder die nicht mehr zusammengeführt werden können und zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Gerne wird Ihnen Ihr Augenoptiker bei einer Gläserstärken- bestimmung das Phänomen vorführen.

Brillenträger leben oft mit der falschen Einstellung, dass die Vergrößerung des Mediums Wasser ausreicht, um die Fehlsichtigkeit zu kompensieren oder gar zu verbessern. Das ist falsch, alles ist nur größer unscharf.

Gerade das Kontrastsehen ist in einem Medium, das Schwebstoffe die Licht reflektieren enthält, besonders wichtig. Schon geringe Fehlsichtigkeiten verschlechtern die Sicht und führen über den Tauchgang zu immer größeren Konzentrationsschwierigkeiten, die das eigene Risiko und das der Tauchpartner erhöhen.

Der Spezialist für Sehprobleme unter Wasser kann nicht ein Tauchshop, sondern nur ein augenoptisches Fachgeschäft sein das sich mit den Tauchanforderungen auskennt. Das Bestimmen der Fehlsichtigkeit und das Einpassen von Brillengläsern mit entsprechenden optischen Wirkungen ist Ausübung des Augenoptiker-Handwerks. Nur der Augenoptiker verfügt aufgrund seiner Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, weshalb ihm die Herstellung von Tauchsportbrillen mit Korrektion vorbehalten sein muss und nicht von Händlern, auch nicht von Tauchsportfachhändlern eigenverantwortlich erfolgen kann.
Eine ganze Reihe von unerklärlichen Unfällen, dürfte auf das Konto von fehlender oder fehlerhaft zentrierter Korrektion der Sehfähigkeit zurückzuführen sein.

Zusätzlich ist zu beachten,  dass der Händler, der optische Tauchbrillen trotzdem vertreibt (Industriegläser in Masken einsetzt und abgibt), der erweiterten Haftung nach dem Medizinproduktengesetz unterliegt, für die er mit Sicherheit keinen Versicherungsschutz besitzt und mit dem Leben seiner Kundschaft spielt.

Optimal ist ein Augenoptiker mit Taucherfahrung und einer Auswahl an Tauchmasken für die individuelle Verglasung
wie z.B. Optik Heydenreich mit seiner mehr als 50jährigen Erfahrung.

 



 

* Asthenopische Beschwerden

Als asthenopische Beschwerden bezeichnet man ein unbestimmtes Beschwerdegefühl bei starker Augenbelastung. Wie bei einigen Augenkrankheiten auch, entstehen häufig Kopfschmerzen, Druckgefühl hinter den Augen und im Stirnbereich sowie Augenbrennen, ähnlich wie beim Sicca-Syndrom. Man unterscheidet zwischen muskulären und nervösen asthenopischen Beschwerden. Bei asthenopischen Beschwerden, die muskulär bedingt sind, wird die Fehlsichtigkeit vorübergehend durch die Extrembeanspruchung der Muskelstränge hervorgerufen. Die Folge ist eine Abweichung der normalen parallelen Blicklinien, sodass eine Ausgleichsbewegung vorgenommen werden muss und in Doppelbildern endet.

Eine andere Möglichkeit, woher die Beschwerden herrühren können, ist eine falsche Zentrierung der Brillengläser. Blickt man aufgrund eines falschen Einschleifens nicht durch den optischen Mittelpunkt des Brillenglases, muss das Auge Ausgleichsbewegungen machen, die zu muskulärer Überanstrengung führen kann und/oder das Gehirn ist mit der Belastung von zwei Bildern überfordert und entet in Kopfschmerzen.. Aus diesem Grund müssen Brillengläser immer korrekt und auf den individuellen Augenabstand eingestellt werden.

Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist  Rotes Meer ( Red Sea )  Impressum + Widerrufsbelehrung

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Außerhalb dieser Zeiten und am Samstag vereinbaren wir mit Ihnen gerne einen  Termin.


 

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